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Darmkrebs – was wir in der Habichtswald-Klinik für Sie tun können

Nach der Diagnose einer Dickdarmerkrankung mit operativer Therapie bzw. Chemotherapie und/oder strahlentherapeutischer Behandlung treten immer wieder Fragen auf.

 

 

Diese Fragen betreffen in erster Linie die Ernährung. So sollte während und nach den entsprechenden therapeutischen Maßnahmen möglichst blähende Kost, aber auch rohes Obst oder Gemüse und Salate bzw. fette, gebratene oder gewürzte Speisen vermieden werden. Besser ist es, gekochtes Gemüse, Kartoffeln, Teigwaren oder Reis zu sich zu nehmen. In unserer Klinik steht Ihnen diesbezüglich eine entsprechende Beratung mit ausgewiesenen Ernährungsexperten zur Verfügung, wobei auch ernährungspsychologische Aspekte berücksichtigt werden.

 

PatientInnen, die einen künstlichen Darmausgang (Stoma) erhalten haben, werden durch eine Stoma-Therapeutin begleitet, um die Versorgung und den Umgang mit einem Stoma im Alltag zu optimieren.

 

Falls bei Ihnen im Rahmen der Darmkrebserkrankung eine Chemotherapie und/oder Strahlentherapie erforderlich gewesen ist, können Nebenwirkungen wie z.B. eine Chemotherapie-induzierte Polyneuropathie auftreten. Hierunter versteht man eine Schädigung der Nerven, die insbesondere im Bereich der Füße sowie Hände auftreten kann. Diesbezüglich bieten wir in unserer Klinik ein spezielles sensomotorisches Training in der Ergotherapie und Krankengymnastischen Abteilung an.  Erfolgreich wird auch eine Iontophorese mit Vitamin B-Gel angewandt. Unter Iontophorese versteht man ein medizinisches Verfahren zur Resorption von Arzneistoffen durch die Haut unter Anwendung eines schwachen elektrischen Gleichstroms.

 

Durch ein umfangreiches Bewegungsangebot mit Walking, Nordic Walking und medizinischer Trainingstherapie lässt sich beispielsweise die Fatigue-Symptomatik, welche sich in Müdigkeit und Erschöpfung äußert, gut behandeln. Dies wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen. Unterstützend setzen wir zudem Pflanzenheilstoffe ein.

 

Sollte eine Fortsetzung der Chemotherapie erforderlich sein, kann diese selbstverständlich in unserer Klinik weiter geführt werden.

Komplementäre naturheilkundliche Verfahren werden im Sinne einer integrativen Medizin berücksichtigt. Sie sind gut geeignet, Nebenwirkungen einer Therapie zu reduzieren oder tragen zu verbessertem Wohlbefinden bei. Ebenso unterstützen Strategien achtsamkeitsfördernder Entspannungsverfahren („mind body medicine“) ein verbessertes individuelles Stressmanagement. Psychoonkologische Begleitung ist ein wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlichen Behandlung, die Körper, Geist und Seele gleichermaßen berücksichtigt.

Bei einer fortgeschrittenen Krebserkrankung des Dickdarmes besteht die Möglichkeit einer palliativen Betreuung, insbesondere Schmerztherapie und psychotherapeutische Begleittherapie durch entsprechend ausgebildetes Personal. Ferner liegt ein spezielles Angebot vor, um Angehörigen von Krebserkrankten Hilfe zukommen zu lassen.

Für die Wiedereingliederung in das Berufsleben bzw. Hilfe bei der Antragsstellung eines Schwerbehindertenausweises kann auf eine kompetente Sozialberatung zurückgegriffen werden.

Insgesamt bietet die Habichtswald-Klinik eine Vielzahl individueller Maßnahmen aus den Gebieten der wissenschaftlich und komplementär orientierten Medizin in der Betreuung von PatientInnen mit einem Dickdarmkarzinom an.

 

Vereinbaren Sie jetzt einen individuellen Beratungstermin mit Herrn Dr. med. Thiemann

Telefon: 0561 / 3108 552          E-Mail: thiemann@habichtswaldklinik.de

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Veröffentlicht: 07.06.2017
Autor: Dr. med. Roland Thiemann
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Über den Autor

Chefarzt Onkologie